Montagetechnik: Logistik 4.0

Während in der Automobilbranche schon längst Roboter, Drohnen und andere elektronische Hilfsmittel zur Prozessoptimierung in der Produktion und Intralogistik eingesetzt werden, hinken andere Industriebranchen hier noch deutlich hinterher. Es gibt nach wie vor zahlreiche Unternehmen, in denen die Abläufe noch manuell bearbeitet werden.

Doch das Thema Logistik 4.0 lässt sich nicht mehr lange ausblenden, und auch auf den einzelnen Mitarbeiter kommen mehr Veränderungen zu. Mehr und mehr Maschinen vernetzen und organisieren sich vollkommen selbstständig und arbeiten mit Künstlicher Intelligenz - es zeigt sich klar, dass die industrielle Automatisation die Montagetechnik in den kommenden Jahren verändern wird.

Montagetechnik

©Montagetechnik Gorodenkoff - stock.adobe.com

Montagetechnik - Montageautomation und Logistik 4.0 in der Produktion

Die Auswirkungen der Zusammenarbeit zwischen Roboter und Mensch werden sich in den nächsten Jahren immer deutlicher zeigen: Es ist bereits jetzt absehbar, dass auch die Anforderungen an die Qualifikation von Mitarbeitern zunehmen werden. Immer mehr Kunden wünschen sich qualitativ hochwertige Produkte, die zudem individuell an ihre Bedürfnisse angepasst sind. Hier ist die Montage ganz klar gefragt, denn wenn menschliche Mitarbeiter in einem automatisierten Werk arbeiten, dann muss ihnen auch eine entsprechend moderne Technik vor Ort zur Verfügung stehen, um das hohe Qualitätsniveau zu gewährleisten.

In vielen Produktionswerken werden klassische Intralogistikprozesse wie die Warenbeschaffung aus Lagern, die Zusammenstellung von Aufträgen bzw. Kommissionierung oder auch das Verpacken noch von Menschenhand verrichtet. Dies bringt einige Probleme mit sich: Von menschlichen, ganz natürlichen Fehlern wie das Vergessen von Waren oder das Einpacken falscher Gegenstände bis hin zu Produktionsfehlern. Vor allem der hohe Zeit- und Arbeitsaufwand ließe sich durch moderne, automatisierte Montagetechniken reduzieren.

Zeitgemäße Montagetechnik sieht anders aus: Mittlerweile lassen sich Abläufe in Produktion und Logistik so digitalisieren, dass Arbeitsprozesse von Robotern und Maschinen übernommen werden - der Mitarbeiter greift also nur noch dort ein, wo es nötig ist und stellt sicher, dass alle reibungslos funktioniert. Auf diese Weise lassen sich nicht nur Fehlerquellen minimieren, auch die Fertigung gestaltet sich effizienter und schneller.

Welche Vorteile bieten Logistik 4.0 und die automatisierte Montagetechnik?

Die Montagearbeitsplätze der Zukunft sehen so aus, dass Mitarbeiter in Firmen deutlich mehr Entlastung und Unterstützung erfahren - und das nicht nur physisch. So können diese sich zum Beispiel über die Steuerungseinheit wichtige Informationen über sämtliche Geräte im Betrieb einholen. Die entsprechenden Daten werden auf unterschiedliche Weise generiert, wie beispielsweise mit einer Art digitalem Schatten, welcher das physische Produkt stets begleitet. Er kann auch bereits während der Fertigung dabei helfen, potenzielle Fehlerquellen zu eliminieren.

Ein digitaler Schatten verleiht auch kleinsten Bauteilen wie beispielsweise Schrauben wichtige zusätzliche Daten, die beispielsweise dafür sorgen, dass die Schraube in das richtige Loch eingedreht wird. So zeigt sich:

Von den kleinsten Aufgaben bis hin zum Transport großflächiger Teile kann die automatisierte Montagetechnik vieles leisten - und das mit einer hohen Präzision und Zuverlässigkeit.

Fertigungsprodukte und Materialien müssen nicht mehr von Menschen aufwändig von Hochlagern geholt werden, sondern lassen sich mittels Fahrerloser Transportsysteme - kurz FTS genannt - direkt von A nach B bringen. Auch montratec stellt mit montrac® ein leistungsstarkes Intralogistik-System bereit, welches sich individuell an die Anforderungen des innerbetrieblichen Materialflusses in jedem Unternehmen anpassen lässt und eine kosten- und energieeffiziente Montagetechnik ermöglicht.

In Zukunft wird sich die Entwicklung deutlich beschleunigen, allerdings nimmt parallel dazu auch der Konkurrenzdruck zu. Mit wachsender Digitalisierung können sich Unternehmen auch in Zukunft auf dem Markt behaupten und durch die erhöhte Effizienz insgesamt zu einer guten Konjunktur verhelfen.

Teil- oder vollautomatisierte Montagetechniksysteme stellen ein flexibles und dynamisches Werkzeug dar, das jeder Mitarbeiter individuell nutzen kann.

Das wertet nicht zuletzt auch den einzelnen Arbeitsplatz deutlich auf, da sowohl Mensch als auch Maschine ihre Vorteile ausnutzen können. Während das System monotone, immer wiederkehrende Prozesse ausführt, kann der Mitarbeiter sich voll und ganz auf seine fachlichen Stärken und seine Kreativität konzentrieren.

Logistik-Steuerung: Zentrales & intelligentes Steuerungssystem

Ein intelligentes Bahn- und Shuttlesystem vereinfacht die Intralogistik, denn die dezentral gesteuerten Shuttles bewegen sich autonom auf dem Schienensystem und finden selbstständig die optimale Route zum jeweiligen individuellen Transportziel.

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Lieferung von Qualitätsprodukten

Was von Menschenhand gefertigt wird, kann natürlich von hoher Qualität sein - dennoch geht damit auch eine nicht zu unterschätzende Fehlerquote einher. Insbesondere, wenn es sich dabei um Produkte handelt, die von Hand “am Fließband gefertigt werden”, ist es buchstäblich menschlich, dass irgendwas einmal nicht richtig funktioniert und sich die Rücklaufquote von ausgelieferten, aber fehlerhaften Produkten letzten Endes erhöht. So wichtig und unersetzbar der Mensch als Mitarbeiter in vielen Firmen und Montagehallen auch heute noch ist, so wichtig wird es, ihn genau dort zu entlasten, wo er die Qualität der gefertigten Produkte beeinträchtigen könnte.

Mit Hilfe von komplexer digitaler Montagetechnik lassen sich Prozesse automatisieren, innerhalb derer eventuelle Fehler direkt erkannt und beseitigt oder korrigiert werden können. Das Fertigen von Kunststoffteilen für Fahrzeuge ist ein gutes Beispiel: Abhängig von der Komplexität und Bauweise der Teile können intelligente sensorgesteuerte Maschinen und Roboter verschiedene Aufgaben in der Fertigung und gleichzeitig auch die Qualitätssicherung übernehmen.

Innerhalb von Montagesystemen übernehmen sie zum Beispiel Aufgaben wie das Zuführen in die richtigen Lager, das Sortieren nach Farbe und Form oder auch das Zurechtlegen von Bauteilen für einen Greifer, der nachfolgend auch direkt die Montage inklusive Verschrauben übernimmt. Darüber hinaus prüft das System Bauteile auf Vollständigkeit oder Defekte:

Sollte etwas nicht korrekt sitzen oder locker sein, wird dies umgehend berichtigt.

In einem zukunftsorientierten Montagesystem ist darüber hinaus häufig eine optische Prüfeinheit verbaut, die sämtliche montierten Teile auf Korrektheit untersucht und gleichzeitig auch die fertigen und einwandfreien Artikel innerhalb der Montagelinie zur weiteren Bearbeitung weiterleitet. Das spart nicht nur viel Zeit, sondern auch den Aufwand, die Teile von Hand an einen anderen Ort bringen zu müssen - der Mitarbeiter wird in dieser Hinsicht also nicht mit seiner Körperkraft benötigt.

Der Mensch muss nur dann eingreifen, wenn es tatsächlich einmal zu einem Rückstau kommt oder es sich um einen Fehler handelt, den das System nicht korrigieren kann. Somit zeigt sich also, dass eine hohe Qualität nur dann gesichert werden kann, wenn die Fertigung auf einem immer gleichen Qualitätsniveau erfolgt. Die Automatisierung entlastet somit nicht nur den Mitarbeiter, sondern sorgt dafür, dass das Produkt am Ende auch wirklich einwandfrei gefertigt ist.

Fazit zu Logistik 4.0: Die moderne Montagetechnik der Zukunft funktioniert automatisch

In Zeiten der zunehmenden Digitalisierung in der Produktion lassen sich mehr und mehr Produktions- und Intralogistik-Prozesse durch IT-Systeme steuern, was in einem Unternehmen für wertvolle freie Ressourcen und somit auch zur Entlastung der Mitarbeiter führt - Logistik 4.0 lautet das Stichwort. Während sich der Mitarbeiter zunehmend auf koordinative Aufgaben fokussiert, übernimmt ein automatisches Montagesystem zuverlässig wiederkehrende bzw. gleichbleibende Arbeitsabläufe. Bei wachsendem Auftragsvolumen müssen Unternehmen somit nicht direkt mehr Mitarbeiter in der Fertigung einsetzen, sondern können die Abläufe entsprechend anpassen.

Durch das enorme Potenzial dieser fortschrittlichen Technologien ist zu erwarten, dass mehr und mehr Unternehmen in den kommenden Jahren den Schritt zur Umstellung wagen werden. Wenngleich in vielen Fertigungsbetrieben noch Skepsis gegenüber der Zuverlässigkeit und Implementierung der neuen Technik herrscht, so ist diese meist unbegründet.

Wichtig ist lediglich, dass ein Unternehmen sich Zeit nimmt, um die Montagetechnik so zu automatisieren, dass sie zu den Anforderungen des Betriebs passt. Auch die Mitarbeiter müssen selbstverständlich entsprechend geschult werden - denn nur, wenn alle Komponenten optimal zusammenarbeiten und die Prozesse ineinandergreifen, ist maximale Effizienz gewährleistet.

montratec ist Ihr kompetenter Partner, wenn es um intelligente Intralogistik 4.0-Lösungen für eine effiziente Montageautomation und systematische Prozessverkettungen von industriellen Produktions- und Logistikprozessen für Unternehmen aller Industriebranchen geht.